fast gestorben
gebaut von , 24. January, 2006 um 20:00 Uhr
In meiner Jugend (ja ich war auch mal jung), als ich noch klein war (ja noch kleiner), hatte ich oft Angst zu sterben.
Ich war schon über die Phase hinweg, in der man probierte seinen Körper in alle möglichen Öffnungen zu stecken. so waren schon Unmengen Trauma fest verankert und man mußte sich nach neuen Herausforderungen umsehen. Mit eineinhalb Jahren mit dem Kopf in der Tiefgerage des Puppenhauses hängenzubleiben und erst nach literweise Tränen und einer vollen Windel wieder erettet zu werden war bis dahin die Krönung gewesen. Das musste doch auch irgendwie andersherum gehen.
Ich entdeckte einige Zeit später alle möglichen Körperöffnungen am Kopf und wurde nicht müde die Kompatibilität von diversen Gegenständen mit diesen Öffnungen ausgiebig zu testen. Ameisen und Erbsen waren damals meine Favoriten. Ameisen, weil sie immer so schön kitzelten, und Erbsen weil man sie mittels Nase und der richtigen Technik über weite Entfernungen wegschnauben konnte.
Ich hatte zu der Zeit das Gefühl, das Wort “unglaublich” neu definieren zu müssen. Jedoch wurden mir zwei Eicheln (die Früchte der Eiche) und mein Weltrekordversuch im Dualeichelweitschnauben zum Verhängnis.
Nachdem ich beide Geschosse in die Abschußvorrichtungen eingepasst hatte und einen Probeschußschnaub starten wollte tat sich nichts. Ich hatte scheinbar die Anatomie meiner Nase falsch eingeschätzt. Ich hatte wohl zu große Projektile gewählt und dachte nun spontan an den Tod. Wie albern das wohl ausgesehen hätte. Kläglich erstickt bei einem Weltrekordversuch mit einer Eichel in jedem Nasenloch.
Nach einer Viertelstunde war ich immer noch nicht tot und die Eicheln hatten sich auch kein Stück bewegt. Aus der Panik war Verzweiflung geworden. Ein Leben lang mit zwei Eicheln in der Nase durch die Welt laufen, wie peinlich. Selbst Nicki Lauda konnte wenigstens von sich behaupten es in seinem Sport schon zu etwas gebracht zu haben.
Ich hatte schon alles probiert um dem drohenden Schicksal zu entgehen. Schnauben, niesen, schniefen, husten, rülpsen, furzen. Es half alles nichts.
Nach einer halben Stunde dann das Aufsuchen eines Spiegels. Meine Nase sah langsam aus, als hätten Wanderhoden eine neue Heimat mit guter Aussicht gefunden. In dem Augenblick stürmte Christian zur Tür herein: “Iiiks, was hastn da für n Pickl?” und drückte mir von der Seite auf die Nase. Ein schlotzendes Geräusch tobte durch den Raum und eine Eichel plus unheimlich viel Schmierpopelurschleim verteilten sich gleichmäßig im Waschbecken.
Was ich daraus gelernt habe?
Gut: Eicheln in die Nase zu stecken.
Schlecht: nicht wissen wie man sie wieder herraus bekommt.
Außerdem: wo Eichel seine Nase reinsteckt, aber das ist eine andere Geschichte…
24. January, 2006 um 21:17 Uhr |
Wer ist/war Christian?
24. January, 2006 um 22:46 Uhr |
ein freund mit dem ich im kindergarten viel mist gemacht habe. ich glaube sie werden ihn nicht kennen.
24. January, 2006 um 22:55 Uhr |
doch den kenn ich.
Zu Eicheln inner Nase sag ich nur: Grashüpfer im Ohr (!)
24. January, 2006 um 23:28 Uhr |
Ich hatte mal ein Maiskorn in einem hohlen Zahn (Plombe rausgefallen)… wenn es auch aus Versehen dort hineingeraten ist, für Panikattacken hat’s gereicht. – Böses Popcorn.
24. January, 2006 um 23:37 Uhr |
Meine Schwester hat Regenwürmer gegessen. Ich war schon als Kind langweilig.
24. January, 2006 um 23:37 Uhr |
aber der andere wanderhoden ist in den kopf gewandert, und ist jetzt ihr gehirn… richtig?
25. January, 2006 um 10:25 Uhr |
sie sind auch ganz sicher, das es eicheln waren und nicht doch vielelicht die hoden?
25. January, 2006 um 12:50 Uhr |
Christian ist ein wahrer Held. Man sollte ihm eine Hymne widmen:-)
25. January, 2006 um 13:44 Uhr |
Wir machen alle so unsere Dummheiten. Ich bin der Trottel der sich selbst beweisen wollte das man die Zunge im Winter einfach an eine Metallstange halten kann, ohne festzukleben. Lustigerweise hab ich mir auch noch die Mittelstange des fahrenden Skiliftwagens ausgesucht in dem ich hockte.
25. January, 2006 um 14:32 Uhr |
Große Nasenlöcher, oder wie soll ich das verstehen?
25. January, 2006 um 14:33 Uhr |
ach kommse! wir ham alle “dumm und dümmer” gesehen…
25. January, 2006 um 15:24 Uhr |
@pulsiv: Ich durfte damals leider nicht rein, war erst 11 Jahre alt und die knausrige Kino&%@! hat mich nicht reingelassen. Ist mir auch erst später aufgefallen das ich genauso bescheuert bin *g*