luxusluxation
gebaut von , 2. March, 2006 um 14:44 Uhr
es war gegen ende der ersten halbzeit (ja, damals waren es noch halbzeiten), und ich war schon wieder kalt von der kurzen auswechslung. nach der ‘timeout’ suchte ich meinen gegenspieler und rammte ihn um.
man muss das tun, damit sie einem auf dem weg zum korb auch mal aus dem weg gehen. weil sie den schmerz nun kennen.
ich kassierte gelassen mein foul, und ließ ihn liegen. schwäche zeigen is nich!
als das spiel wieder angepfiffen wurde, patzte einer meiner teamkollegen. sein mann war an ihm vorbeigegangen und dribbelte in richtung korb. ich erreichte ihn von der seite und klatschte von oben auf den ball, als er zum lay-up hochstieg. er riss den ball mit beiden händen nach oben, und…
mein erster reflex war, mich gegen die nächste wand zu schmeißen. die scheiß filmhelden machten das doch auch so. verdammt. der schmerz wollte nicht nachlassen. ich hielt mir den schlaffen arm und ging langsam in richtung auswechselbank. den fragenden blick des schiedsrichters quittierte ich mit einem kopfschütteln.
ich lag lange hinter der bank und schwitzte wie buddah beim ironman. meine mitspieler lachten mich aus während ich mich vor schmerzen krümmte.
manni, unser cheftrainer, kannte sich mit schmerzen aus. er erzählte uns einst, dass er sich am schließmuskel opperieren ließ. als er in die halle kam, und mich da liegen sah, wusste er was los war. “schulter ausgekugelt?” “ich glaub, ja.”
er fuhr mich im schneckentempo in richtung nothilfezentrum. der alte panzer gab nicht mehr her. vor der notaufnahme trafen wir einen anderen vereinsspieler, der als rettungssanitöter jobbte. er versprach mir und manni, er würde mich anmelden, und so setzte ich mich derweil auf einen stuhl ins wartezimmer.
und so saß ich dann da, in den kurzen hosen und dem trikot, und schwitzte aus jeder pore. ich sah alle möglichen wehwehchen kommen und gehen. angetrunkene. betrunkene. besoffene. nagel im fuß. alkoholiker… für mich waren das alles weicheier! ich saß hier ja immerhin schon 2,5 stunden mit ausgekugelter schulter! moment… 2,5 stunden? ist das eigentlich normal? ich hatte mittlerweile eine pfütze unter meinem sitz erschwitzt, die man als urinat hätte mißdeuten können. ich hatte alle fünf minuten leise vor schmerzen gestöhnt, die zähne gefletscht, die augen verdreht. völlig umsonst!
als der warteraum dann leer war, und ich fast 3 stunden da gesessen hatte, kam eine schwester. “entschuldigen sie… was machen sie eigentlich hier?” …
to be continued…
2. March, 2006 um 18:35 Uhr |
Jetzt weiss ich es wirklich Herr Pulsiv, … sie sind ein ganz Harter.
3. March, 2006 um 03:13 Uhr |
damals, als ich noch ping pong gespielt habe, da habe ich mir nahezu jeden zweiten tag die schulter ausgekugelt. spielen sie mal mit einer ausgekugelten schulter ping pong.
3. March, 2006 um 16:53 Uhr |
das sieht sicher lustig aus
Ich würde echt gern wissen wie das so ist – sone ausgekugelte Schulter. Auf der anderen Seite – eigentlich nicht.
3. March, 2006 um 19:05 Uhr |
Eine Geschichte voller Leidenschaft
3. March, 2006 um 19:33 Uhr |
Ich bin mal KO gegangen, als ich gegen meinen Gegenspieler gerannt bin und er zur gleichen Zeit gegen mich.
War so ein Center-Berg aus Litauen in Ruhestand …
4. March, 2006 um 03:42 Uhr |
Ausgekugelte Schulter ist fies. Ich hatte das mal auf einer Karate Meisterschaft und konnte meinen rechten Arm nicht mehr bewegen. Dabei hatte ich es nicht bemerkt, wollte einen Schlag blocken und der Arm ging einfach nicht hoch. Ich hab so verdutzt geguckt, dass mein Gegner einen Lachanfall bekam…
5. March, 2006 um 00:10 Uhr |
mein letzter Ausflug auf dem Spielfeld bescherte mir einen geschwollenen Miniskus, Flüßigkeit im Knie und ein Kreutzbandriß…so sie weichei dann topen sie mal das…;)
5. March, 2006 um 00:30 Uhr |
3 STUNDEN!!!
5. March, 2006 um 00:47 Uhr |
ach sie hatten nur einen ausgekugelten Arm!!
5. March, 2006 um 01:16 Uhr |
nur? sowas sagt man nicht! warten sie den rest der geschichte ab.
7. March, 2006 um 10:44 Uhr |
Weichei ;- )
10. March, 2006 um 14:41 Uhr |
[...] teil 1 [...]
3. July, 2007 um 15:43 Uhr |
[...] befindlichkeitsbloggen. und das befinden ist seltsam. schlecht geschlafen und IMMER NOCH muskelkater vom wochenende. ich kann nichtmal 10 cent aufheben ohne dabei geräusche zu machen wie ein poppender rentner. ich weiß ja was mir mein kadaver damit sagen will: beweg dich mehr, du stück sitzfleisch! das erste was ich von einem freund gefragt wurde, nachdem ich wieder daheim war, war nicht, wie viele punkte ich gemacht hatte… nein. er fragte wirklich ernsthaft, ob ich mich verletzt hätte! schließlich bin ich in unserem verein nur als “schulter-martin” (name bitte wieder vergessen! danke!) bekannt. noch viel schlimmer ist, das mir das selber am wichtigsten war! peinlich für mein alter… frau a hat heute übrigens ihr “vorsprechen” in der uni in freiburg. also alle bitte mal die finger kreuzen daumen drücken, dass das klappt! schließlich kommt die gute ja auch bald in ein alter wo man unstudierfähig wird. der herr liroy hat mir vor dem wochenende noch eine furchtbar süße sms geschickt. er fragte, ob ich dieses wochenende lieber daheim bleiben möchte, angesichts des verheerenden ausganges des letzten. hihi. stattdessen bin ich mit der frau die ihn neulich angebaggert hat nach schwabach gefahren. ich frag mich, was der so angestellt hat. so… na gut… das wars dann erst mal. ja ähm… noch fragen irgendwer? [...]
21. July, 2008 um 20:59 Uhr |
[...] ja lacht nur! den spruch mussten wir uns wirklich anhören! ist schon ein paar jahre her… da waren wir zu einem basketball-turnier irgendwo im westlichsten hessen eingeladen. man wollte sich offenbar weltoffen zeigen, und ein ventil für die angesagtesten randgruppenwitze öffnen. nun ja… also traten wir die reise nach habichvergessen an. eine nette kleinstadt mit nagelneuer high-end 3-felder-halle. (jena hat letzte saison 1. bundesliga gespielt… in einem verfickten ZELT! nur um mal die relationen zu zeigen…) man hieß uns herzlich willkommen, und riss uns die thüringer bratwürste nur so aus den händen. die schmecken sogar roh noch besser als die meisten anderen versionen. das turnier war auf keinem sooo hohen niveau, aber es ärgerte mich trotzdem, dass ich nicht mitspielen konnte. meine letzte luxation lag noch nicht lang genug zurück, und ich musste maskottchen spielen das team betreuen. und noch viel wichtiger: den theken-pokal gewinnen. wir fahren zu keinem turnier, bei dem es keinen thekenpokal zu gewinnen gibt. zumindest ein sieg, den wir nahezu immer sicher hatten. der erste tag lief durchwachsen, aber wir qualifizierten uns für den nächsten durchgang und ernteten reichlich applaus für ausgeklügelte taktiken (system “hund”, die 4er-abwehrkette und der innovativste trashtalk schlechthin.). abends wurde gegrillt (ratet mal, was.) und gefeiert. man legte uns zu ehren sogar ein ost-medley mit den gängigen bekannten auf… city, karat, die puhdys… herrjeh. es gibt wirklich noch leute, die glauben, dass “über sieben brücken” von meter paffay is! na egal. wir gewannen natürlich den thekenpokal… auch wenn wir dafür bis frühs um 9 saufen mussten. um 10 hatten wir das erste spiel. von den gewaltigen fahnen ließen sich die gegner nur kurz beeindrucken… dann liefen sie uns in grund und boden. 5. platz am ende. aber wir hatten ja den wichtigen pokal. und moralischer sieger waren wir irgendwie auch… als uns die turnierleitung fragte wie es sein könnte, dass wir mit einem 400-ps-jaguar da wären, meinte unser fahrer nur, “ja… danke jungs… ohne eure soli-beiträge könnten wir uns nur die 200-ps-variante leisten.” 1224 [...]